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Role Model

Fünf Gesichter haben Blogger, wenn es nach der Uni Leipzig geht – wir haben die fünf Influencer Typen für euch aufgeschlüsselt.

Geht es ums Bloggen, gibt es praktisch nichts, was es nicht gibt. Die Branche ist so bunt wie ihre Betreiber, die Welt ist bekanntlich ergiebig. Es gibt Food Blogger, Fashion Blogger, Lifestyle Blogger, Fitness Blogger, Garten Blogger, Katzen Blogger, Hunde Blogger, Gin Blogger, Wein Blogger, Tee Blogger, Kaffee Blogger und sogar Schlaf Blogger, die nicht etwa im Schlafen, sondern übers Schlafen schreiben.

Ähnlich vielseitig wird die Differenzierung, wenn man versucht, die Charaktere im Backend zu beleuchten. Manche mögen offen sein, andere verschlossen. Die einen besuchen mit Freuden jedes Event und erröten selbst nach dem tausendsten Goodiebag noch in ergebenster Bescheidenheit. Die anderen wiederum beehren Veranstaltungen prinzipiell nur gegen Bezahlung. Das einzige, was noch höher strebt als die Eitelkeit, ist die eigene Erwartungshaltung. Es gibt Sonnen-, es gibt Schattenseiten und durchaus auch Vertreter, die die Branche entgegen jeder Berechtigung verreißen. Und vor allem gibt es eines, nämlich Fragen.

Die fünf Influencer Typen

Daher wird die Influencer Branche immer mehr auch für die Wissenschaft interessant. Wohl aus diesem Grund hat die Universität Leipzig 2018 eine empirische Studie zum Thema Influencer Kommunikation vorgenommen, deren Ergebnisse auch eine Einteilung von Influencern in fünf verschiedene Kategorien vornimmt. Während wir von COMEPASS quasi noch in archaischen Praktiken verharren und den Einsatz von Micro-, Midi- und Macro-Bloggern predigen, geht die Universität Leipzig noch einen Schritt weiter und segmentiert folgende fünf Rollen von Influencern:

Multiplikator

Multiplikatoren zielen ausschließlich auf Reichweiten ab. Aufgrund ihrer engen Themenkreise erreichen sie exakte Empfänger, die Streuverluste werden minimiert. Unternehmen schätzen die Punktlandung beim jungen Zielpublikum, dessen Affinität in Anbetracht klassischer Medien allmählich stagniert.

Content Creator

Agiert ein Kommunikator als Content Creator, unterstützt er Unternehmen in Sachen Contentkompetenz. Ein Content Creator kann kaum losgelöst von seiner Funktion als Multiplikator betrachtet werden. Es gibt aber Einzelfälle, in denen Influencer ihre Fachkompetenz ausschließlich auf die Medienkanäle des Kooperationspartners konzentrieren und praktisch incognito auf den (Redaktions-)Plan treten.

Protagonist

Hier agiert der Blogger sowohl online als auch offline als Brand Ambassador. Online tritt er als populärer Opinion Leader in Erscheinung, der neben seiner eigenen auch die Bekanntheit des Partners zu steigern sucht. Offline ist er in Form von Werbeaufstellern oder als Gast auf Events anzutreffen. Nicht immer agiert ein Protagonist auch als Content Creator. Ein Beispiel für ein Offlineformat ist zum Beispiel die Bloggerkooperation mit Maybelline Austria, für die Blogger Collections mit bekannten Persönlichkeiten wie Sophiehearts oder Zoe Karapetyan kreiert und im Shop vertrieben wurden. Als Ehrengäste auf Events wurden schon bekannte Blogger wie Michi Buchinger am Tuntenball oder Edisa Shahini von Disicouture am Lifeball gesichtet.

Moderator

Kontakte knüpfen, Konflikte schlichten, Kommentator sein – treten Influencer als Moderatoren in Erscheinung, so besteht ihre Funktion in erster Linie in der Interaktion. In der Regel agiert der Influencer hier als Mittler zwischen Marke und Publikum. Ziel ist eine intensivere Identifikation der Zielgruppe mit der Marke.

Berater

Generell verfügen Influencer aller Genres über ein breites Social Media Spektrum. Viele bieten ihre Expertise in Bereichen wie Influencer Marketing, Social Media Marketing oder Community Management an. Es kommt nicht selten vor, dass Influencer ihr Wissen in ihre Selbstständigkeit investieren und mit einem eigenen Social Media Start Up durchstarten.

Darüber hinaus unterscheidet das Team der Universität Leipzig Influencer nach Reichweiten, Plattformen, Themen, Bekanntheitsgrad und Region. Generell gilt, dass kaum ein Bereich entkoppelt von einem anderen zu erfassen ist. So können wir von COMEPASS uns zum Beispiel schwer vorstellen, dass ein Influencer nur und ausschließlich als Multiplikator agieren kann – denn Content Distribution ist immer auch an Produktion gebunden. Ein Prozess, der in seinen Anforderungen fälschlicherweise oft unterschätzt wird. Übrigens würden wir hier noch eine entscheidende Persönlichkeitsebene ergänzen:

Individualist

Ein Mensch, der seine Persönlichkeit, seine Passion und Begabung auf kreative, eigenständige und mutige Weise zum Ausdruck bringt – und dadurch eine Vorbildwirkung für alle bietet, die ihm folgen.

Mehr über das „Management strategischer Influencer Kommunikation“ findet ihr im Ergebnisbericht zum Nachlesen auch hier.

Und wie seht ihr den Forschungsreport? Seid ihr Multiplikator, Content Creator, Protagonist, Moderator, Berater oder ein einziges multifunktionelles Marketing Tool? Welche Rolle erfüllt ihr als Influencer? Wir freuen uns auf euer Feedback in den Kommentaren!

Und so zerbröselt der Keks nunmal,

Eure Rafaela von COMEPASS